Ein häufiger Fehler in der Region Hagen ist die Fehleinschätzung von bindigen Schluffböden als reine Sande, nur weil sie sich trocken krümelig anfühlen. Wer darauf verzichtet, eine kombinierte Korngrößenanalyse mit Siebung und Hydrometer durchführen zu lassen, riskiert böse Überraschungen bei der Wasserhaltung und Standsicherheit. In den Hanglagen um Hohenlimburg und entlang der Volme treffen wir oft auf verwitterte Tonsteinböden mit einem Feinanteil, der erst im Aräometer-Versuch sichtbar wird. Unser geotechnisches Labor führt die Analyse nach DIN EN ISO 17892-4 durch und liefert die Kornverteilungskurve, die für die Einstufung nach DIN 18196 und die Beurteilung der Frostempfindlichkeit nach ZTV E-StB zwingend erforderlich ist. Gerade bei Bauvorhaben auf den tonig-schluffigen Verwitterungsböden des Rheinischen Schiefergebirges ist dieser zweistufige Test unverzichtbar. Die Ergebnisse aus der Korngrößenanalyse im Labor ergänzen wir bei Bedarf durch eine SPT-Bohrung im Feld, um den Lagerungszustand direkt am Entnahmeort zu bewerten.
Eine einzige Kornsummenkurve aus der kombinierten Sieb- und Aräometer-Analyse erspart oft aufwendige Nachbesserungen bei der Entwässerungsplanung.
Maßgebliche Normen
DIN EN ISO 17892-4: Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Laborversuche an Bodenproben – Bestimmung der Korngrößenverteilung, DIN 18123: Baugrund, Untersuchung von Bodenproben – Bestimmung der Korngrößenverteilung (zurückgezogen, aber in der Praxis noch referenziert), DIN 18196: Erd- und Grundbau – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke, ZTV E-StB: Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau, DIN 4020: Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke
Häufig gestellte Fragen
Wie viel kostet eine Korngrößenanalyse mit Siebung und Aräometer in Hagen?
Die kombinierte Analyse bewegt sich in einem Preisrahmen von 90 bis 180 Euro netto pro Probe, abhängig von der Probenanzahl und ob eine reine Siebung oder die volle Kombination mit Aräometer-Versuch erforderlich ist. Bei größeren Probenchargen aus einer laufenden Baumaßnahme legen wir einen wirtschaftlichen Staffelpreis an.
Welche Bodenarten können mit diesem Verfahren korrekt klassifiziert werden?
Die kombinierte Methode deckt alle Bodenarten ab: Grobkies, Sand, Schluff und Ton. Entscheidend ist der Feinanteil unter 0,063 mm. Liegt dieser über 5–10 %, ist der Aräometer-Versuch zwingend erforderlich, weil die reine Siebung den Ton- und Schluffanteil nicht weiter trennt. Gerade in Hagen mit seinen wechselhaften Schieferverwitterungsböden kommt die reine Siebung oft an ihre Grenzen.
Wie lange dauert die Analyse im Labor?
Die Siebanalyse lässt sich in der Regel innerhalb von zwei Arbeitstagen abschließen. Der Aräometer-Versuch benötigt wegen der Sedimentationszeiten und der Temperierung im Wasserbad üblicherweise drei bis fünf Werktage. Wenn es eilt, bieten wir einen Express-Service mit verkürzter Laufzeit an, der vorab abgestimmt werden muss.