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Geophysik in Hagen

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Die Geophysik umfasst die Untersuchung und Vermessung des Untergrunds mit zerstörungsfreien, physikalischen Methoden. In Hagen, einer Stadt mit einer komplexen geologischen Struktur am Übergang des Rheinischen Schiefergebirges zum Münsterländer Becken, ist die geophysikalische Erkundung unverzichtbar. Sie liefert entscheidende Informationen über Bodenschichtung, Hohlräume, Grundwasserleiter und die Stabilität des Baugrunds und bildet die Grundlage für sichere und wirtschaftliche Bauvorhaben.

Die regionalen Untergrundverhältnisse in Hagen sind geprägt von devonischen Ton- und Schluffschiefern, Grauwacken sowie Kalksteinzügen aus dem Mitteldevon. Diese Gesteine sind oft stark verwittert und von tektonischen Störungen durchzogen. Hanglagen und aufgelassene Steinbrüche stellen zusätzliche Herausforderungen dar. Eine detaillierte Erkundung mittels Seismischer Tomographie (Refraktion/Reflexion) und weiterer geophysikalischer Verfahren ist daher essenziell, um Risiken wie Setzungen oder Rutschungen frühzeitig zu erkennen.

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In Deutschland sind geophysikalische Untersuchungen durch Normen wie die DIN 4020 für geotechnische Untersuchungen und die DIN EN 1997-2 geregelt. Besonders die Bestimmung der MASW / VS30 (Scherwellengeschwindigkeit) gewinnt durch die DIN EN 1998-1/NA an Bedeutung, da sie eine zuverlässige Klassifizierung des Baugrunds für Erdbebenanalysen ermöglicht. Auch die Vorgaben der Deponieverordnung und des Wasserhaushaltsgesetzes können den Einsatz von Elektrischer Widerstandsmessung / VES (Vertikale Elektrische Sondierung) erforderlich machen, um die Barrierewirkung des Untergrunds zu bewerten.

Die Anwendungsbereiche in Hagen sind vielfältig: Sie reichen von der Gründungsberatung für Neubauten und der Erkundung von Altlastverdachtsflächen über die Trassenplanung für Versorgungsleitungen bis hin zur Beweissicherung an bestehenden Bauwerken. Insbesondere bei Infrastrukturprojekten in den bewegten Topografien des Hagener Raums sind seismische und geoelektrische Verfahren unerlässlich, um die Tragfähigkeit des Bodens zu validieren und die Standsicherheit von Böschungen zu gewährleisten.

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Verfügbare Leistungen

MASW / VS30 (Scherwellengeschwindigkeit)

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Elektrische Widerstandsmessung / VES (Vertikale Elektrische Sondierung)

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Seismische Tomographie (Refraktion/Reflexion)

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Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Geophysik und klassischer Baugrunderkundung?

Die Geophysik liefert flächenhafte, zerstörungsfreie Informationen über den Untergrund, während Bohrungen und Sondierungen punktuelle Aufschlüsse ermöglichen. Sie ergänzen sich ideal: Geophysikalische Profile zeigen laterale Veränderungen und Anomalien zwischen den Aufschlusspunkten und reduzieren so das Erkundungsrisiko erheblich.

Welche geophysikalischen Verfahren sind für Baugrunduntersuchungen in Hanglagen geeignet?

Für Hanglagen eignen sich besonders die seismische Refraktionstomographie zur Ermittlung der Felsoberkante und die elektrische Widerstandsmessung zur Erkundung von Vernässungszonen. Diese Kombination hilft, potenzielle Gleitflächen und die Mächtigkeit von Lockergesteinsdecken zuverlässig zu kartieren.

Wann ist eine seismische Untersuchung nach DIN EN 1998-1/NA erforderlich?

Die Norm ist anzuwenden, wenn Bauwerke in deutschen Erdbebengebieten errichtet werden und eine Baugrundklassifizierung benötigt wird. Die Bestimmung der mittleren Scherwellengeschwindigkeit Vs30 mittels MASW ist hier das Standardverfahren, um den Baugrund in eine geologische Untergrundklasse einzustufen und die Erdbebenlasten zu ermitteln.

Welche Tiefen können mit geophysikalischen Methoden in Hagen typischerweise erreicht werden?

Die Erkundungstiefe hängt stark vom Verfahren und den Untergrundbedingungen ab. Mit der seismischen Refraktionstomographie sind in Hagen oft Tiefen bis 30 Meter realisierbar, während die elektrische Widerstandsmessung je nach Auslagenweite auch deutlich tiefere Horizonte bis über 50 Meter erkunden kann.

Standort und Servicegebiet

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